Wertschöpfung und Lieferkette

Auf dem Bild sieht man eine Hand in einem Arbeitshandschuh, die zwei Lotbarren von Stannol hält.

    Lieferunternehmen

    Mit vielen Lieferunternehmen verbindet uns eine langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit. Um die eigene Wertschöpfung zu verbessern, müssen wir unsere Verantwortung erkennen, unseren Einfluss geltend machen und mit den anderen Beteiligten in der Lieferkette in den aktiven Dialog gehen. Gemeinsam mit ihnen möchten wir soziale und ökologische Aspekte in der Lieferkette stärker berücksichtigen.

     

    Beschaffung nach definierten Kriterien

    Seit vielen Jahren arbeiten wir mit Lieferunternehmen und Minen, die anhand festgelegter sozialer und ökologischer Kriterien ausgewählt werden. Zusätzlich wird hochwertiges Sekundärzinn eingekauft und die Kooperation mit qualifizierten Recyclingunternehmen vertieft. Durch diese langjährigen Erfahrungen kennen wir die Prozesse, aber auch die Hemmnisse bei der Umstellung auf Produkte mit Sekundärrohstoffen oder definierten Beschaffungskriterien.

     

    Code of Conduct

    Mit unserem Code of Conduct fordern wir seit 2021 von unseren bestehenden Lieferunternehmen die Einhaltung definierter Mindestanforderungen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Compliance. Diese Anforderungen wurden unter Berücksichtigung relevanter Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals/SDGs) festgelegt. Bei der Auswahl neuer Lieferunternehmen sind diese Standards verbindlich anzuwenden. Der Fokus liegt dabei auf sozialen und ökologischen Kriterien sowie Material Compliance. Zukünftig streben wir an, dass alle Lieferunternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten, diesen Mindeststandard erfüllen.

    Digital Product Passport (DPP)

    Hand scannt QR-Code mit Smartphone.

    Ein weiterer Schritt zu mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Produktinformationen in der Lieferkette ist die Einführung des Digital Product Passport (DPP). Diese digitale Produktakte bündelt zentrale Informationen zum Produkt, darunter Angaben zu Materialien, Konformität und Recycling.

    Stannol hat 2024 mit dem DPP-Projekt begonnen; eingeführt wurde er 2026. Der DPP umfasst unter anderem den Product Carbon Footprint (PCF), RoHS- und REACH-Konformität, Technische Datenblätter, Sicherheitsdatenblätter, Materialzusammensetzungen und Angaben zum Recyclinganteil.

    Die Daten werden aus internen Systemen in einem zentralen Data Lake zusammengeführt und können künftig über Artikel- und Chargennummer auf einer Website abgerufen werden. Ein QR-Code auf den Produkten erleichtert zusätzlich den Zugang. Damit möchte Stannol den Zugang zu relevanten Produkt- und Konformitätsinformationen verbessern.

    Einsatz von Sekundärzinn

    Ein Großteil der von Stannol erfassten Treibhausgasemissionen entsteht in der Lieferkette. Der Einsatz von Sekundärzinn kann den Bedarf an Primärzinn und die damit verbundenen rohstoffbedingten Treibhausgasemissionen reduzieren. Aus diesem Grund setzen wir zunehmend auf Sekundärzinn, das wir von europäischen Recyclingunternehmen beziehen. Damit führen wir bereits gewonnenes Zinn erneut dem Materialkreislauf zu.

    Transport und Logistik

    Durch eine sorgfältige Logistikplanung versucht Stannol, beeinflussbare Transportwege zu vermeiden oder zu verkürzen. 

    Bei der Beschaffung von Produkten setzen wir, wo möglich, auf Anbietende aus der Region, aus Deutschland oder Europa. Bei einer Vielzahl von Rohstoffen ist dies jedoch nicht möglich. 

    Daher arbeiten wir mit ausgewählten Logistikdienstleistenden zusammen, die Maßnahmen zur Reduzierung transportbedingter Treibhausgasemissionen umsetzen und die Kompensation verbleibender Emissionen transparent dokumentieren.

    Im Dialog mit Kundinnen und Kunden

    Im Mittelpunkt unseres Handelns stehen unsere Kundinnen und Kunden. Diese erwarten zu Recht hervorragende und zuverlässige Leistungen von uns. Neben der engen persönlichen Betreuung durch unser etabliertes Vertriebsnetz  führt Stannol in regelmäßigen Abständen internationale Befragungen unter unserer Kundschaft durch.

    Stannol nutzt zur Interaktion individuelle Plattformen wie z. B. Messen und Fachforen und organisiert aktiv Vorträge sowie Innovations- und Nachhaltigkeitstage, um kommende Anforderungen frühzeitig aufzugreifen und den Austausch über ökologische und soziale Aspekte der Zusammenarbeit zu fördern. Stannol bietet zudem Online-Seminare zu aktuellen und branchenspezifischen Themen an. Es findet bewusst ein intensiver Austausch statt, der die Zusammenarbeit vertiefen soll und für ein gemeinsames Handeln und Weiterkommen genutzt wird.