Product Carbon Footprint

Das Bild zeigt eine Person, die ein Tablet in den Händen hält. Über dem Tablet schwebt eine grün leuchtende, digitale Darstellung, die verschiedene Symbole enthält, die für Nachhaltigkeit, Umweltschutz und industrielle Prozesse stehen. Dazu gehören unter anderem ein Fußabdruck mit dem Schriftzug PCF (Product Carbon Footprint), ein Recycling-Symbol, ein Blatt für Nachhaltigkeit sowie Symbole für Fabriken, Autos und Zahnräder. Oben rechts ist das Logo des Unternehmens Stannol zu sehen, das für innovative Lösungen in der Löttechnologie bekannt ist. Das Bild vermittelt den Fokus auf umweltfreundliche Prozesse, nachhaltige Innovationen und technologische Entwicklung. Die grüne Farbgebung unterstreicht den ökologischen und zukunftsorientierten Aspekt.
    Auf dem Bild ist ein stilisierter Fußabdruck zu sehen, in dessen Mitte der Schriftzug PCF zu lesen ist.

    Was ist der Product Carbon Footprint (PCF)?

    Auf dem Bild ist ein stilisierter Fußabdruck zu sehen, in dessen Mitte der Schriftzug PCF zu lesen ist.

    Der Product Carbon Footprint (PCF) beziffert die Treibhausgasemissionen, die einem Produkt innerhalb festgelegter Systemgrenzen zugerechnet werden. Abhängig vom gewählten Ansatz können unterschiedliche Phasen des Produktlebenszyklus berücksichtigt werden – von der Rohstoffgewinnung und Herstellung über den Transport und die Nutzung bis hin zur Entsorgung und zum Recycling.

    Der PCF wird üblicherweise in CO2-Äquivalenten je definierter Mengeneinheit angegeben. Er gibt Auskunft über die klimabezogenen Auswirkungen eines Produkts, bildet jedoch keine weiteren Umweltauswirkungen ab. Produktvergleiche sind nur aussagekräftig, wenn die Werte nach derselben Methode sowie mit vergleichbaren Systemgrenzen, Einheiten und Datengrundlagen berechnet wurden.

    In die Berechnung fließen die direkten und indirekten Treibhausgasemissionen ein, die innerhalb der gewählten Systemgrenzen liegen. Dazu können beispielsweise Emissionen aus der Energieversorgung, der Rohstoffgewinnung, der Herstellung und dem Transport gehören. 

    Der Einsatz von Sekundärzinn kann zum Beispiel die rohstoffbedingten Treibhausgasemissionen gegenüber dem Einsatz von Primärzinn reduzieren.

    Was ist unsere Motivation?

    Mit dem PCF möchten wir für unsere Kundinnen und Kunden mehr Transparenz über produktbezogene Treibhausgasemissionen schaffen. Für über 1.600 Produkte und damit für nahezu 100 Prozent unserer selbst gefertigten Waren weisen wir die innerhalb der festgelegten Cradle-to-Gate-Systemgrenzen ermittelten Emissionen aus.

    Die Berechnung und Ausweisung dieser PCF-Werte erfolgt derzeit freiwillig. Damit greifen wir die Anforderungen unserer Kundschaft auf und stellen nachvollziehbare Informationen zu den produktbezogenen Treibhausgasemissionen bereit. Gleichzeitig hilft uns die Berechnung, emissionsintensive Bereiche zu erkennen und mögliche Reduktionsmaßnahmen zu prüfen.

    Für unsere Geschäftspartnerinnen und -partner können die PCF-Werte eine zusätzliche Grundlage für Kaufentscheidungen und die eigene Treibhausgasbilanzierung bilden. Voraussetzung dafür ist, dass die jeweils verwendeten Berechnungsmethoden, Systemgrenzen und Datengrundlagen miteinander vereinbar sind.

    Was ist die sogenannte Systemgrenze?

    Der PCF umfasst die gesamten Treibhausgasemissionen, die von einem Produkt in den verschiedenen Phasen seines Lebenszyklus verursacht werden.

    Hier unterscheidet man in verschiedene Ansätze der Systemgrenze:

    Cradle-to-Gate PCF

    Ein Cradle-to-Gate PCF („von der Wiege bis zum Werkstor“) berücksichtigt beispielsweise alle Prozesse von der Gewinnung der Ressourcen/Rohstoffe über die Herstellung der Vorprodukte und die Herstellung des Endprodukts bis zu dem Punkt, an dem das Produkt das Unternehmen verlässt.

    Cradle-to-Grave PCF

    Ein Cradle-to-Grave PCF („von der Wiege bis zur Bahre“) umfasst den gesamten Lebenszyklus des Produkts, einschließlich der Emissionen aus der Nutzungsphase und dem Ende der Lebensdauer des Produkts.

    Der von uns ausgewiesene Product Carbon Footprint berücksichtigt die Treibhausgasemissionen nach dem Cradle-to-Gate-Ansatz. Er umfasst die Emissionen, die dem Produkt von der Gewinnung der Rohstoffe bis zum Verlassen des Stannol-Werksgeländes zugerechnet werden. Diese Betrachtung bildet nur einen Teil des vollständigen Produktlebenszyklus ab. 

    Nach dem Verlassen des Werkstors werden unsere Produkte in unterschiedlichen industriellen Weiterverarbeitungsprozessen bei OEM- und EMS-Unternehmen sowie in verschiedenen Endanwendungen eingesetzt. Da für diese nachgelagerten Phasen keine ausreichend belastbaren und einheitlichen Daten vorliegen, sind sie nicht Bestandteil des ausgewiesenen PCF.

    Produkt-Lebenszyklus

    Für welche Produkte weisen wir den PCF aus?

    Stannol weist den PCF für über 1.600 Fertigungsprodukte aus, d. h. für nahezu 100 Prozent der selbst gefertigten Waren in den Produktbereichen
     

    Die Emissionswerte werden auf den Geschäftspapieren (Angebot, Auftragsbestätigung, Lieferschein und Rechnung) auf Artikelebene in kg CO2e per Mengeneinheit ausgewiesen sowie als Gesamtemissionsmenge für den jeweiligen Auftrag.

    Sollten Sie den Product Carbon Footprint für Ihre Jahresbestellmenge oder einen anderen definierten Zeitraum in den o. g. Produktbereichen benötigen, können wir Ihnen diese Werte auf Anfrage gerne zur Verfügung stellen.

    Was ist unsere Datengrundlage?

    Die Berechnung des partiellen Product Carbon Footprint erfolgt auf Basis von Primär- und Sekundärdaten.

    Für die Erhebung der Primärdaten haben wir unsere Lieferunternehmen eingebunden und uns produkt- beziehungsweise rohstoffbezogene Werte zur Verfügung stellen und bestätigen lassen. Die Sekundärdaten stammen aus öffentlichen und kommerziellen Emissionsdatenbanken, darunter GEMIS, BAFA und EstiMol.

    Liegen für einzelne Rohstoffe weder geeignete Datenbankwerte noch Angaben der Lieferunternehmen vor, verwenden wir dokumentierte Ersatzwerte für vergleichbare Rohstoffe. Aufgrund der damit verbundenen Datenunsicherheit werden diese Werte mit einem festgelegten Sicherheitsaufschlag berücksichtigt. Die jeweiligen Annahmen und Berechnungsgrundlagen werden dokumentiert.

    Die Datenbasis und ihre Verfügbarkeit können sich verändern. Daher behalten wir uns vor, die ausgewiesenen Werte bei neuen oder verbesserten Daten zu aktualisieren. Mit einer besseren Datenbereitstellung innerhalb der Lieferkette kann sich auch die Genauigkeit der Berechnungen weiter erhöhen.

    Stannol setzt auf einen kontinuierlichen Austausch mit den Beteiligten in der Lieferkette, um die Datenbasis und die Nachvollziehbarkeit der PCF-Berechnungen weiterzuentwickeln.

    Bei Fragen zum PCF können Sie sich gerne an den Stannol-Vertrieb oder an unsere Nachhaltigkeitsbeauftragte Susanne Schlüter wenden.

    Der PCF-Prozess

    Bei Fragen können Sie sich gerne an uns wenden

    Auf dem Bild ist eine Frau mit hellblonden, halblangen welligen Haaren zu sehen. Sie trägt ein schwarzes Shirt, eine graue Weste und eine schwarz-goldene Kette um den Hals. Sie lächelt freundlich in die Kamera.

    Susanne Schlüter

    Assistenz der Geschäftsführung


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